Die Warmwasseraufbereitung

Die Deutschen verbrauchen jeden Tag größere Mengen an Warmwasser zum Waschen oder Duschen und daher ist es wichtig die Bereitstellung von Warmwasser näher zu betrachten. Dabei gibt es mehrere mögliche Systeme, die entweder mit der Heizungsanlage gekoppelt sind oder selbstständig arbeiten.

Grundlegend unterscheidet man dann zwischen einen Warmwasserspeicher, der das Wasser auf Vorrat speichert, und einem Durchlauferhitzer, der es bei Bedarf erhitzt. Der Warmwasserspeicher ist ein Behälter, der eine bestimmte Menge an Warmwasser für eine längere Zeit konstant auf einer Temperatur hält. Die Erwärmung findet dabei über das vorhandene Heizsystem statt, zum Beispiel durch eine Brennwert-Ölheizung oder eine Solarthermieanlage auf dem Dach. Je nach Anzahl der Personen und dem Warmwasserbedarf im Haushalt, wird die Größe des Behälters bestimmt. Diese sollte exakt auf die Anforderungen angepasst sein, um keine Wärme zu verlieren und Energie zu sparen. Bei diesem Speicher gibt es zudem unterschiedliche Varianten.


Eine nicht repräsentative Umfrage unter Sanitär-Fachbetrieben in Berlin ergab, dass die am häufigsten eingesetzte Form die indirekten Warmwasserspeicher sind. Diese werden von einem Heizsystem, das für das Heizungswasser zuständig ist, mit beheizt. Deshalb wird ein solcher Speicher meistens auch in der Nähe der Heizkessel installiert, um das Wasser effektiv erhitzen zu können. Im Inneren dieser befindet sich ein Wärmeüberträger, der meist eine Rohrschleife ist und die Wärme an das Brauchwasser abgibt. Dadurch kann Warmwasser auf Vorrat gespeichert werden und ist bei Bedarf sofort vorhanden. Die vorhandene Steuerungstechnik kann dabei bedarfsgerecht die Erwärmung regeln und arbeitet somit sehr effizient. Eine eher veraltete Variante sind die direkten Warmwasserspeicher. Diese sogenannten Boiler werden durch eine Flamme, zum Beispiel von einem Holz- oder Kohleofen, unmittelbar unter dem Behälter aufgeheizt. Durch die eigene Energiequelle sind diese aber unabhängig vom restlichen System.

Allerdings besitzen diese einen dürftigen Nutzungsgrad und arbeiten daher nicht wirtschaftlich. Somit sollte bei einem Warmwasserspeicher einen Indirekter gewählt werden. Eine andere Möglichkeit ist der Durchlauferhitzer. Dieser erhitzt das Wasser direkt vor dem Gebrauch. Wenn das Wasser durchfließt, erhitzt dieser es und erhält nach kurzer Zeit warmes Wasser. Diese Geräte eignen sich dann, wenn im Haus kein regelmäßiger Warmwasserbedarf besteht oder wenn zu wenig Platz für einen Speicher ist. Allerdings sind diese ebenfalls nicht vom Heizsystem abhängig und arbeiten selbstständig. Die am häufigsten verwendeten Systeme sind mit Gas oder Strom. Die Gas-Durchlauferhitzer sind für die Versorgung von mehreren Wasserhähnen und sind deshalb auch größer als andere Geräte.

Allerdings ist für diese ein Anschluss an den Kamin und an frische Zuluft notwendig. Die Elektrogeräte dagegen sind kleiner und benötigen keinerlei Voraussetzungen bei der Installation. Dennoch eignen sie sich nur für eine Zapfstelle, um gut erwärmtes Wasser zu erhalten. Zudem entstehen dabei hohe laufende Kosten, da dieser viel Strom für die Erhitzung benötigt. Daher sind Durchlauferhitzer für den Einsatz in Häusern mit geringem und kurzzeitigen Bedarf ausgelegt, da nur Warmwasser erzeugt wird, wenn es gebraucht wird. Beide Varianten kommen aber nicht annähernd an die Nutzungsgrade eines Warmwasserspeichers heran und arbeiten somit nicht sehr umweltfreundlich. Für einen Haushalt mit einem regelmäßigen Warmwasserbedarf und genügend Platz für einen ausreichenden Speicher sollte daher ein Warmwasserspeicher zur Aufbereitung genutzt werden. Dieser liefert einen höheren Komfort, da man ständig warmes Wasser zur Verfügung hat.